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Verkürzung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von Computern, Peripheriegeräten und Software ab 2021

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Verkürzung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von Computern, Peripheriegeräten und Software ab 2021

Bund und Länder hatten sich zum Jahresbeginn darauf geeinigt, zu ermöglichen, bestimmte digitale Wirtschaftsgüter rückwirkend zum 1. Januar 2021 sofort abzuschreiben. Dies solle der weiteren Stimulierung der Wirtschaft und der Förderung der Digitalisierung dienen. Gleichzeitig profitieren davon auch alle, die im Homeoffice arbeiten. Die Regelung sollte untergesetzlich geregelt und damit schnell verfügbar gemacht werden.

Wahlweise Verkürzung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ab 2021

Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) hat dann im Februar 2021 ein Schreiben veröffentlicht, wonach die Finanzverwaltung die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von Computern, Peripheriegeräten und Software von bisher 3 Jahren auf wahlweise 1 Jahr verkürzt.

Das BMF begründet diese Änderung mit dem "immer schnelleren Wandel" und dass für diese Wirtschaftsgüter die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer "seit 20 Jahren nicht mehr geprüft" wurde.

Die neue Sichtweise soll bei den Gewinneinkünften für alle Wirtschaftsjahre anwendbar sein, die nach dem 31. Dezember 2020 enden. Für den Werbungskostenabzug soll die neue Sichtweise ab dem Veranlagungszeitraum (VZ) 2021 anwendbar sein.

Da die 1-jährige Nutzungsdauer auch für Wirtschafsgüter anwendbar sein soll, die in den Vorjahren angeschafft und noch nicht vollständig abgeschrieben wurden, können diese ebenfalls im Veranlagungszeitraum 2021 wahlweise voll abgeschrieben werden.

Steuererklärungen für den Veranlagungszeitraum 2021

Für Steuererklärungen ab dem VZ 2021 bedeutet dies, dass für die begünstigten Wirtschaftsgüter bei Anschaffung im Jahr 2021 folgende Wahlrechte bestehen:

  • Verkürzte Nutzungsdauer lt. BMF-Schreiben
  • Sofortabschreibung (GWG-Regelung: bis 800 Euro AHK)
  • Aktivierung mit 3-jähriger Nutzungsdauer
  • Aktivierung im Sammelposten mit 5-jähriger Nutzungsdauer (nur Gewinneinkünfte: bis 1.000 Euro)
  • In den offenen Vorjahren: Investitionsabzugsbetrag (50% in 2020 bzw. 40% in den Vorjahren)


Hinzu kommt das Wahlrecht, die in den Vorjahren angeschafften Wirtschaftsgüter nachträglich voll abzuschreiben.


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